Glutenfree Italian Bread

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Nach einigen Folgen von „Jamie Oliver kocht Italien“ auf SIXX musste ich ein passendes Weißbrot zu den köstlichen Rezeptvorschlägen backen. Es sah einfach zu lecker aus, wie Jamie Oliver das zähe italienische Weißbrot brach und in die sämige Tomatensauce tunkte.

Seit einiger Zeit mag ich weder Xanthan noch Flohschalensamen in meinen Backwaren. Doch bei einem Hefeteig aus glutenfreien Mehl geht es nicht anders, etwas muss etwas zur Bindung dazu gegeben werden.

Dieses Mal nahm ich geschroteten Leinsamen. Einfach einen gehäuften Esslöffel geschroteten Leinsamen mit heißem Wasser in einer Tasse übergießen und kurz stehen lassen, bis der Leinsamen quillt und sich in der Tasse ein leichtes Gel bildet. Und ich gab ein Ei dazu. Ich höre die Puristen unter den Brotbäckern förmlich aufstöhnen – aber beim glutenfreien Mehl fehlt der Weizenkleber (das Gluten). Deshalb brauchen glutenfreie Teig mehr Ei als normale Teig .

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Der Leinsamen macht das Brot unheimlich saftig. Auch noch am nächsten Tag.

Zutaten

200 Gramm glutenfreie Mehlmischung (Reis- und Maismehl mit Guarkernmehl als Verdicker
100 Gramm Maismehl
50 Gramm Kartoffelmehl
50 Gram. Kartoffel- oder Maisstärke
1 Päckchen Trockenhefe
5-7 Gramm Salz
2 Esslöffel Olivenöl
1 Ei
1 Esslöffel Geschroteter Leinsamen, in einer kleinen Tasse mit etwas Wasser eingeweicht
280 ml lauwarmes Wasser

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Der Teig muss mit einer Küchenmaschine kurz geknetet werden.

Zubereitung

Die trockenen Zutaten gut mischen. Dann die Flüssigkeit zugeben und entweder in einer Küchenmaschine 4 – 5 Minuten kneten. Oder das Brot in einem Brotbackautomaten im Programm glutenfrei zubereiten. Reines Kneten oder ein Handmixer machen den Teig nicht so luftig.

Der Teig sollte fast cremeartig sein. ich mache meine glutenfreien Hefeteig immer deutlich feuchter als normale Teige, da ich glaube, dass die Hefe im glutenfreien Teig nicht geht, wenn der Teig zu fest, sprich zu trocken ist. Da der Teig nicht so fest ist, muss das Brot entweder in einer Form oder im Bortbackautomat gebacken werden. Als Backform nehme ich gerne die Ultra Pro von Tupperware.

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Das Brot ist auch am nächsten Tag noch saftig und lässt sich gut einfrieren.

Nach dem Kneten den Teig ruhen lassen, bis er gegangen ist. ich lasse glutenfreien Teig immer nur einmal gehen und knete ihn nach dem Gehenlassen nicht mehr.

Nun den Ofen auf 220 Grad vorheizen und der Teig darf jetzt nochmals aufgehen. Eine Schale mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen und 45 bis 55 Minuten backen. Die Backzeit ist bei jedem Ofen etwas unterschiedlich.

Nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lassen.

Das Buch zur Serie* und die Ultra Pro von Tupperware:

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8-Cup-Powerbread

8-cup-powerbread

Heute möchte ich Euch mein 8-Cup-Powerbread vorstellen. Glutenfrei, laktosefrei, hefefrei, Backmittel- und natronfrei und sogar vegan. Inspiriert hat mich zu diesem Rezept die Kanadierin Sarah Britton von Mynewroots.org mit ihrem Life-changing-Loaf of Bread. Ich fand ihre Idee so ansprechend, kein großes Wiegen, keine zahllos angepatzten Schalen und Schüsselchen, sondern einfach nur abmessen, in einer Schüssel verrühren und backen.

Ich habe ein ähnliches Brot auch im Severin`s  auf Sylt gegessenund der Küchenchef persönlich hat mir später das Rezept verraten. Basis für dieses wunderbare, knusprige Brot sind  Flohsamenschalen. Sie halten mit nur wunderbar wenig Mehl die Nüsse und Kerne zusammen. 

Ich lade Euch herzlich ein, das Brot nachzubacken und entsprechend Euern Vorlieben in Sachen Körner und Gewürze abzuändern.

8-Cup-Powerbread

Ich habe als Grundlage für das Brot Buchweizenmehl, gemahlene Kürbiskerne und  Sonnenblumenkerne genommen. Deshalb hat das Brot diese dunkle, fast grüne Farbe. Die Kürbiskerne mahle ich selbst in einem Aufsatz für meinen Mixer.

Der Extratipp: Chiasamen in warmen Wasser einweichen

In die erste der drei Tassen Wasser den Chiasamen einrühren und quellen lassen. Vielleicht eine halbe Stunde lang – der Samen quillt besser in warmen Wasser. Ich nehme auch für die restlichen zwei Tassen angewärmtes Wasser.

Ein Tipp noch, wenn Ihr die Kürbiskerne und andere Kerne selbst mahlt: Mahlt sie als erstes und drückt sie dann in einer Schüssel mit einem Löffel flach. Die öligen Kerne verklumpen sehr gerne. Alternativ könnt Ihr natürlich auch gemahlenes Mandelmehl, Sonnenblumenmehl oder andere Mehle aus Kernen nehmen.

5 Tassen Körner und 3 Tassen Wasser

Die Grundidee dieses Rezeptes ist, dass auf 5 Tassen Körner und Mehl insgesamt 3 Tassen Wasser kommen. Deshalb habe ich meine Kreation 8-Cup-Powerbread getauft. Ich kenne das Backen nach Cups aus den USA, dort gibt es komplette Sätze mit viertel, halben, dreiviertel und ganzen Cups Sehen aus wie kleine Schöpfkellen. Anfangs fand ich das Backen nach Cups sehr verwirrend, inzwischen gefällt es mir, weil ich über die Cups die Rezepte besser kleiner oder größer rechnen kann. Ich habe als Maß meinen kleinen Dosierbecher vom Reiskocher genommen, natürlich geht jede andere Tasse auch. Sogar eine Expressotasse, nur dann müsst Ihr die Backzeit reduzieren. Meine  8-Cups reichen für ein Brot von 900 Gramm.

Zutaten 8-Cups-Powerbread

1 Tasse Kürbiskerne frisch gemahlen (150 Gramm)
1/2 Tasse Kürbiskerne ganz (75 Gramm)
1 Tasse Sonnenblumenkerne frisch gemahlen oder fertige Sonnenblumenmehl  (175 Gramm)
1 Tasse Buchweizenmehl (150 Gramm)
1 Tasse Mischung aus Sonnenblumenkerne, Sesam, Pinien (75 Gramm)
1/2 Tasse  glutenfreie Haferflocken
2 EL Fiberhusk Flohsamenschalen gemahlen
1 TL Salz

3 EL Chiasamen (eingeweicht)
1 Apfel gerieben
3 Tassen warmes Wasser (davon in einer die Chiasamen einweichen)

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Kürbis-, Sonnenblumen und Pinienkerne bilden die Grundlage für dieses herzhafte Brot.

 Zubereitung

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel durch durchmischen. Dann den geriebenen Apfel und wenn die Chiasamen reichlich geliert haben, beides dazu geben. Der Teig wird sofort sehr fest. Das weitere Wasser langsam dazu geben. Mir wird der Teig dann zu schwer zu kneten per Hand. Ich gebe ihn dann entweder in die Küchenmaschine oder sogar in die Brotbackmaschine (Programm: Nur kneten, gehen und backen).

Wenn ich mich für die Küchenmaschine entscheide, kommt der Teig anschließend in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform. Gerne auch in die Brot-Ultra Kastenform 1,8 Liter von Tupperware. Dann zunächst mit Deckel backen, die letzten 30 Minuten den Deckel abnehmen.

Backzeit: 1 Stunde 15 Minuten bei 180 Grad für ein großes Brot von 900 Gramm.
Im Brotbackautomaten: 20 Minuten kneten, 40 Minuten gehen lassen und 55 Minuten backen. Bei meinem Panasonic Backautomaten ist dies das Glutenfrei-Programm.

Hier könnt Ihr die Produkte bestellen*

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Glutenfrei im Schwarzschmied, Lana

Schwarzschmied

Meine nächste Reise führte mich erneut über den Brenner, dieses Mal nach Lana, Südtirol.  Lana liegt etwas südlich von Meran und zirka 20 Minuten von Bozen entfernt. 

Lana ist einer der Orte in Südtirol, das sich noch seinen dörflichen Charme erhalten hat. Der Tourismus hält sich noch in Grenzen und die Hotels fügen sich unauffällig in das Ortsbild ein.

Schwarzschmied, Lana

Hoch über dem Ort und der Gaulschlucht tront die Burg Braunsberg.Vollkommen begeistert hat mich der Südtiroler Skulpturenwanderweg  von Niederlana über Oberlana bis zur Gaulpromenada führt und der lange Zeit vom Falschauer Fluß begleitet wird. 33 Landschaftkunstwerke deutscher und italienischer Künstler sollen zum Innehalten und Nachdenken anregen.

Schwarzschmied, Lana
Entlang dem schattigen Flußufer lässt sich es sich auch bei Hitze gut aushalten.

Das Hotel hatte ich vorsichtshalber noch über meine glutenfreie Kost verständigt. Aber das wäre gar nicht nötig gewesen. Im Wellness&Yoga Hotel Schwarzschmied waren am Buffet für das Frühstück und die sogenannte „Wohlfühlpension“ am Nachmittag alle Gerichte gekennzeichnet.  Schnell wurde mir erklärt, was die Buchstaben zu bedeuten haben: G für Glutenfrei, L für Laktosefrei und V für Vegan. Die glutenfreien Kuchen für das Nachittagsbüffet standen auch immer etwas abseits von der sündigen Leckereien mit Gluten.

Jeden Morgen stand ein großer Brotkorb mit reichlich Auswahl an meinem Tisch und auch tagsüber gab es am Büffet glutenfreie Snacks für den kleinen Hunger.  Seit langer Zeit habe ich morgens mal wieder ein Brot mit Salami und Mortadella gegessen. Das Brot von der Biobäckerei Ulten im Ort ist einfach zu lecker.

Morgens wählt man (bei Halbpension, bzw. Wohlfühlpension mit leichtem Mittagessen) sein Menue für das Abendessen aus. Wenn das Gericht nicht glutenfrei ist, einfach nochmals „glutenfrei“ daneben schreiben und schon lässt sich die Küche eine wunderbare glutenfreie Überraschung einfallen. Wie alle am Tisch bekam auch ich als Vorspeise Kaspressknödel, nur eben aus glutenfreien Brötchen hergestellt. Bei den Hauptgerichten war immer ein Gericht ohne Probleme glutenfrei, weil es Kartoffeln gab. Auf Wunsch zaubert die Küche auch glutenfreie Gnocchi hervor, wenn alle in den Nudeln schwelgen.

Dienstag ist „Nudeltag“ und die große Nudelmaschine wird aus der Küche in den Show-Cooking-Bereich am Büffet gebracht. Die Nudeln werden frisch gemacht und man kann bei der Herstellung seiner persönlichen Portion zusehen. Die glutenfreie Variante kann leider nicht über diese Nudelmaschine laufen und deshalb werden aus glutenfreier Schärmehlmischung „nur“ Tagliatelle geformt. Aber auch als glutenfreie Version ist komplett frisch und hausgemacht.

 

Schwarzschmied
Eigene Vorspeisen für mich, damit sie 100% glutenfrei sind.

Liebevoll wurde alle Vorspeisen

 

Angaben zur Transparenz: Diese Reise war eine Einladung zu einer Pressereise in das Wellness&Yoga Hotel Schwarzschmied in Lana, Südtirol.

Mehr Infos über das Hotel und seine Angebote wie z.B. Yoga-Retreats:

Wellness&Yoga Hotel Schwarzschmied

Cannes, Socca und eine neue Liebe

Cannes

Meine diesjährige Südfrankreich-Reise endete in Cannes. Während Nizza groß, weltmännisch und großstädtisch ist, ist Cannes das elegante, beschauliche Örtchen direkt am Meer geblieben .

Wenn und dieses Wenn ist groß zu schreiben, man mit genügend Abstand zum Schaulaufen der Stars und der größten Veranstaltung nach der Oscar-Verleihung im Filmbusiness  kommt. Dann ist der ganze Trubel vorbei und Cannes zeigt sich wieder in seiner natürlichen Schönheit und Gelassenheit. 

Cannes
Cannes

Dieses Jahr fanden die 71.  Internationalen Filmfestspiele von Cannes vom 8. bis 19. Mai 2018 statt. Doch von diesem Glanz und Glamour war Anfang Juni schon nichts mehr zu spüren.

So gingen die Einheimischen wieder jeden Morgen auf ihren Marché Forville, um dort einzukaufen. Und dieser Markt in den Hallen ist sehenswert.  Auch lies mich von den Frische und der Qualität des Obst- und Gemüseangebotes begeistern.  In Cannes gibt es heute noch 30 Fischer, die jeden Morgen ihren Fang anbieten.

Und auf einmal sah ich ein Schild: „Glutenfree“. Sofort an den Stand gestürzt und peiplicherweise nach einer Pizza gefragt. Dann durfte ich mir einen Vortrag anhören, dem ich kaum noch auf Französisch folgen konnte.

Cannes
Socca in Cannes

Die Socca hat natürlich überhaupt nicht mit einer glutenfreien Pizza zu tun. Sie ist auch nicht aus glutunfreiem Mehl, wie ich im ersten Moment dachte. Sondern ein ganz altes, traditionelles Rezept der Region der Cote d’Azur und besteht aus Kichererbsenmehl.

In der Zeit vor dem großen Tourismusboom und als Fischer noch arme Leute waren, war es kaum möglich, an diesem schmalen Küstenstreifen Weizen anzubauen. Inzwischen mauserte sich das einstige Arme-Leute-Essen zum beliebten Häppchen beim Aperitif und auf dem Marché Forville gibt es einen Stand, der dieses traditionelle Gericht anbietet.

Socca, das auf der italienischen Seite der Küste Farinata heißt, ist ein  Teigfladen aus Kichererbsenmehl, Olivenöl, Salz und Wasser. Dann wird der Teig dünn ausgerollt und kann entweder in der Pfanne gebacken werden oder auf dünnen Blechen im Pizzaofen.

Nach meiner Rückkehr habe ich mir gleich Kichererbsenmehl gekauft und es ist neuerdings mein neues Lieblingsmehl. Zunächst habe ich mir eine Pizza aus Kichererbsenmehl* gebacken und seit kurzem mische ich gut ein Drittel Kichererbsenmehl unter meine Brotteige*.

*Rezepte folgt demnächst

Infos:
Rue du Marché Forville
geöffnet: Jeden Tag von 7.30  bis 13 Uhr.